Bernarda Albas Haus


Frauentragödie in spanischen Dörfern


30.03. - 04.04.2017

Stadttheater Sterzing
Beginn: 20.00 Uhr

Eigenproduktion von F. G. Lorca
Regie: Monika Leitner Bonell
Premiere am 30. März 2017
weitere Aufführungen am: 01./02./04. April
Freie Platzwahl!

Zum Stück

Andalusien, dreißiger Jahre. Die seit kurzem verwitwete Bernarda Alba hat in ihrem Haus acht Jahre Trauer befohlen. Unter ihrem tyrannischen Regime leiden ihre fünf eingesperrten Töchter, die alle ledig geblieben sind, weil Bernarda sie nicht unter Stand verheiraten will. Nur Angustias, der Ältesten, ist es erlaubt, eine Beziehung zu einem Mann aufzunehmen, Pepe el Romano. Doch auf diesen hat auch die jüngste Tochter Adela ein Auge geworfen.
Pepes nächtliche Besuche an Angustias Fenster werden von Bernardas Töchtern eifrig diskutiert. Nur La Poncia, die alte Magd, und die bucklige, eifersüchtige Martirio, Bernardas zweitjüngste Tochter, wissen, dass er danach auch noch Adela trifft. La Poncia, die Bernarda auf den drohenden Konflikt hinweist, wird von der Witwe barsch abgefertigt. In Bernardas Haus herrscht kurz vor der Hochzeit zwischen Angustia und Pepe trügerische Ruhe. Als sich jedoch Adela zum nächtlichen Stelldichein mit dem Verlobten ihrer Schwester hinausschleicht, wird sie von Martirio ertappt. Diese weckt die Mutter, die den Liebhaber mit einem Gewehrschuss vertreibt. Im Glauben, ihr Geliebter sei tödlich verletzt worden, erhängt sich Adela. Bernarda versucht, die Fassung zu bewahren, und lässt gegen ihr besseres Wissen verbreiten, dass ihre jüngste Tochter im Zustand der Unschuld gestorben sei.
Alles schon so lange her? Ist nicht ähnliches auch heute noch zu erleben? Nämlich überall da, wo eine scheinbar übergeordnete Macht die Fäden in der Hand hält und dafür sorgt, dass niemand aus der Reihe tanzt, dass alle unter Einhaltung aller gesellschaftlichen Normen ohne große Widerworte auf ihren vorgezeichneten Bahnen dem Abgrund entgegenrasen?
Bernarda Albas Haus, so will es auch heute noch scheinen, ist überall.

Spieldauer: 1h 30min ohne Pause.

Mitwirkende auf der Bühne

Bernarda Alba: Gundi Kausch
María Josefa, Bernardas Mutter: Maria Schumann
Angustias, Bernardas Tochter, 39 Jahre: Evi Heidegger
Magdalena, Bernardas Tochter, 30 Jahre: Claudia Brüne
Amelia, Bernardas Tochter, 27 Jahre: Verena Ninz
Martirio, Bernardas Tochter, 24 Jahre: Giada Vesentini
Adela, Bernardas Tochter, 20 Jahre: Theresa Velicogna
La Poncia, Magd: Edeltraud Zössmayr
Magd: Heidi Hofer
Prudencia, eine Nachbarin / eine Bettlerin: Adelheid Rienzner

Mitwirkende hinter der Bühne

Inszenierung: Monika Leitner Bonell
Kostüme: Maria Aichner Mayr, Andrea Siller
Lichtgestaltung & Technik: Christian Weilharter
Maske: Birgit Pardeller, Silvia Zihl, Trixi Tötsch, Alexandra Braidotti
Bühnenbild: Monika Leitner Bonell, Christian Weilharter